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10. Februar 2012
 

Abenteuer Wissen

 
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Die sensiblen Korallen dürfen nicht berührt werden.

Abenteuer Wissen

Ein ehrgeiziges Projekt

Hobby-Taucher dokumentieren den Zustand der Riffe

In über 80 Ländern sind freiwillig Hobby-Taucher im Dienste einer einmaligen Mission unterwegs. Sie gehören einer Task Force an, die den weltweiten Zustand der Riffe erfassen soll. Tausende von Tauchern werden so in den Ferien zu Meeresforschern.

 
 
 
Einweisung für freiwillige Tauchergruppe. Quelle: ZDF
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Einweisung für eine Tauchergruppe

In der Bucht von Dahab am Roten Meer liegt das meist betauchte Riff der Region. Auch dort nehmen freiwillige Taucher an dem ehrgeizigen Rettungsversuch teil und machen einen wissenschaftlich wertvollen "Reef Check". Begleitet werden sie von einem Biologen, der sie einweist und die Qualität der Untersuchung sicherstellt.

Suche nach Korallenschäden

Nach einer Einweisung widmen sich die Laien dem Sammeln von Daten. Sie sollen den Zustand der Riffe dokumentieren. In Probefeldern messen sie zum Beispiel die Verschlammung, zählen die Fische, Korallen und Wirbellose und suchen nach Korallenschäden. Dabei erfassen sie ausgewählte Arten, die aussagekräftig für die Gesundheit eines Riffs sind und schnell erkannt werden können.

Taucher zerstört Korallen mit Flossen. Quelle: ZDF
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Ein Taucher zerstört Korallen mit den Flossen.

Der Reef-Check erfüllt in den Unterwasserparadiesen eine doppelte Funktion: Einerseits wird das Know-how der Taucher für die Forschung genutzt. Andererseits werden sie auch sensibilisiert. Denn Tauchen ist längst zum Massenvergnügen geworden, und Rowdy-Taucher werden immer öfter zu einer Gefahr für die Riffe. Sie fassen die fragilen Polypentiere an und trampeln sogar auf ihnen herum. Die Folge sind abgebrochene, tote Korallen. Auch unwissende Schnorchler richten Schaden an. Wenn die Schäden erst einmal da sind, dauert es Jahre, bis sich die langsam wachsenden Riffe davon erholen.

 
Tauchen als Massensport. Quelle: ZDF
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Tauchen ist zum Massensport geworden.
 

Das Puzzle zusammenfügen

Mit jedem Tauchgang von Reef Check werden Unmengen an Daten gesammelt, und jeder Check ist ein Puzzlestein für die globale Bestandsaufnahme. Die Informationen werden in eine weltweit vernetzte Datenbank eingegeben, an der abgelesen werden kann, wie sich die Korallenriffe über die Jahre verändern.

 
Untersuchung eines Korallenriffs. Quelle: ZDF
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Freiwillige Taucher untersuchen einen bestimmten Abschnitt eines Korallenriffs.
 

Professor Reinhold Leinfelder vom Berliner Museum für Naturkunde arbeitet mit diesen Datenbergen und beobachtet seit Jahren den Zustand der Riffe. Erst Reef Check brachte einen weltweiten Überblick und harte Fakten. Dabei lassen die Daten nur einen dramatischen Schluss zu: In den vergangenen zehn Jahren sind 15 Prozent der Riffe zerstört worden. Weitere 60 Prozent drohen zu Geröllwüsten zu werden.

Die Schönheit bewahren

Leinfelder glaubt dennoch, dass die Riffe zu retten sind, wenn die Menschen auf allen Ebenen ihr Verhalten ändern. Denn wer einmal die faszinierende Schönheit der Riffe mit eigenen Augen gesehen hat, spürt den Drang, sie zu bewahren.

 
 
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