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12. Februar 2012
 

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Abenteuer Wissen

Forum zum Wissenschaftsmagazin

hallo, das Weltunternehmen K+S ist wach geworden und schickt seine Mitarbeiter in die Foren, um das Firmeninteresse zu vertreten. Man erkennt sie an ihrer Ahnungslosigkeit umd der Aufgeregtheit, mit der sie die Thesen ihrer Propagandaabteilung nachplappern.

Ich kenne niemanden, der verlangt hätte, die Kaliproduktion in Deutschland einzustellen, um 900 Millionen Menschen verhungern zu lassen. Es geht nur um eine gesetzeskonforme Kaliproduktion nach der "best verfügbaren Technik", mit der die Verseuchung der Werra beendet werden kann.

K+S hat seine Umweltprobleme bisher erfolgreich mit Hilfe von Juristen und befreundeten Politikern lösen können. Das hat zur Folge, dass die Werra der mit Abstand am stärksten belastete Fluss Europas ist und dass die Trinkwasservorräte in den Flussauen von Hattorf bis Bremen vernichtet sind.

Eine weitere Folge ist, dass wegen veralteter Produktionsmethoden zwei Drittel der Rohstoffvorkommen an der Werra und an der Fulda vernichtet werden. Liebe Mitarbeiter von K+S, es sind ihre Arbeitsplätze, die mit den Produktionsabfällen in die Werra gekippt werden!

Wenn K+S die heute verfügbaren effektiveren Techniken einsetzt, dann können auch noch ihre Kinder und Enkel im Kalibergbau arbeiten.

Also. liebe Kollegen von der IGBCE, kämpfen Sie um die Arbeitsplätze und nicht für einen Arbeitgeber, der sich in der ganzen Welt mit Lagerstätten satt kauft, um das Werrarevier bald verlassen zu können!

Ich weiss nicht, warum K+S lieber auf Juristen und Politiker vertraut als auf die Fähigkeiten der eigenen Chemiker, aber die technische Entwicklung haben sie auf diese Weise verschlafen. Selbst kleine Unternehmen ziehen an K+S vorbei, ein beschämendes Bild für den drittgrößten Kalihersteller der Welt. Es erninnert mich stark an die Saurier, die wegen ihres Mangels an Anpassungsfähigkeit die Bühne dieser Welt verlassen mussten.

 

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