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12. Februar 2012
 

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Abenteuer Wissen

Forum zum Wissenschaftsmagazin

Ich gehe mal davon aus, dass die riesigen Abraumhalden erst einmal jeden Menschen als Lösung der Streusalzknappheit einfallen würden. Warum muss dann doch neu produziert werden? Früher gab es im Werratal noch Brom-Fabriken. Dort wurden Bromverbindungen als Zusatzstoff für Benzin gewonnen. Seit den 70ger Jahren gibt es andere Zusatzstoffe für die Klopffestigkeit des Benzins. Damit hat man nun hohe Bromgehalte in den Salzabfällen! In Verbindung mit Cadmium, Brom usw. und den Konditionierungsstoffen (z.B. 4-Chlorbenzoesäure, Resorcylsäure, Fettsäuren, Salicylsäure, Glukonsäure, Ammoniumacetat) der ESTA entstehen z.B. Bromphenole. Alle diese Stoffe und deren neue chemische Verbindungen werden auf der Halde endgelagert und durch Regen in Werra, Untergrund und Luft verteilt! Damit wird klar, warum dieser "Sondermüll" nicht als Streusalz auf die Straße darf (und auch nicht in die Nordsee mit Ebbe und Flut)! Es erklärt sich auch, warum Herr Schwanke von Giften in der Sendung Abenteuer Wissen gesprochen hat.Das Traurige ist die Tatsache, dass es selbst von vielen Mitarbeitern nicht zur Kenntnis genommen wird und nur das Argument Arbeitsplatz zählt. Wenn wir unseren Lebensraum mit Giften gefüllt haben, hinterlassen wir unseren Nachkommen, Kindern, Enkeln usw. eine verschmutzte Welt. Wir muten unseren Erben zu, das sie unseren Wohlstand mit ihrer Gesundheit und evt. ihrem Leben finanzieren. Wie verantwortungslos können Politiker/Behörden sein, die diese "Umweltvergiftung" unter dem Deckmantel der Arbeitsplatzsicherung auch noch fördern? Da werden neue schonendere Methoden diskreditiert, nur um den ROI (Return on Investment),soweit wie es geht, nach oben zu treiben. Nachhaltigkeit wird dabei zum Schimpfwort! Auch viele Gewerkschaftler spielen gerade in der Kaliindustrie eine unverantwortliche Rolle. Anstatt auch die Gesundheit und den Lebensraum der Kalikumpel zu sichern, helfen sie bei der Ausbeutung. Denn guter Umweltschutz sichert die Arbeitplätze und schafft auch neue! Den Drohungen von Managern nachzugeben, führt genau in die entgegengesetzte Richtung und vernichtet gerade in diesem Fall vorzeitig Arbeitsplätze.

 

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